Wie ein nephrologisches Zentrum zwischen Dialyse, PVS und KI navigiert I 245
Shownotes
In dieser Folge: • Warum PVS-Systeme zum Engpass der Versorgung werden • Wie ein nephrologisches Zentrum KI im Alltag einsetzt • Dokumentation, Anamnese und Verlauf automatisiert denken • Warum Digitalisierung ein Fachkräfte-Thema ist • Was Patienten konkret davon haben
Gast: Prof. Dr. Bernd Hohenstein Facharzt für Nephrologie, ärztlicher Leiter eines großen nephrologischen Zentrums
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei DocsDigital.
00:00:02: Mein Name ist Alexandra Wittmann und ich freue mich heute morgen, Herr Prof.
00:00:06: Bernd Hund.
00:00:06: Stellen wir mir zu Gast zu haben.
00:00:07: schön dass Sie da sind.
00:00:09: Ja vielen Dank!
00:00:10: Gestern Abend noch bei der Fortbildung mit Ihrer Fortbildung Kainer Nephrologie heute Morgen hier bei mir ein wichtiges Thema an dem wir auf alle Fälle anknüpfen werden.
00:00:21: aber stellen sie erst mal vor wer sind Sie?
00:00:23: Und was machen Sie?
00:00:25: Ja, mein Name ist Bernd Honstein.
00:00:26: Ich bin Nephrologin und Niedergelassen tätig in Phillingen-Schwenningen.
00:00:31: Das ist ein etwas größeres Zentrum.
00:00:36: Wir versorgen so ungefähr acht hunderttausend Einwohner mit nephrologischen Spezialleistungen haben da auch einen Monopol diverse Standorte und ich gehöre zu denjenigen, denen diese Einrichtung mit gehört.
00:00:50: Ich mache also viel Strategie, mache auch viel Digitalisierung an logischer Weise vielleicht auch und komme aber eigentlich aus einer universitären Terriere bis zum Jahr da in Dresden an der Universitätsklinik gearbeitet und habe auch viel Hardcore-Grundlagenforschung gemacht.
00:01:09: Das hat sich alles so ein bisschen verschoben im Laufe der Jahre.
00:01:12: jetzt, mehr zu klinischen Aspekten und viel zum Management hin aber ist nicht unspannender geworden?
00:01:19: Ja klar wird man entwickelt sich mit der Zeit und die Interessen werden auch anders.
00:01:24: Aber es ist ja schon trotzdem ungewöhnlich.
00:01:27: ich meine wir hatten zwei Jahren schon das erste Mal Kontakt gehabt.
00:01:31: Wie kommt das Interesse, weil Sie ja in Ihrem Zentrum vieles durchaus schon anders und intensiver machen als andere?
00:01:39: Also woher kommt dieses technologische Interesse?
00:01:41: aus ärztlicher Perspektive.
00:01:43: Und auch das Interess jetzt natürlich für die KI und der Einsatz in der Nephrologie.
00:01:51: beschäftigen mich eigentlich, sei mal fast schon immer.
00:01:54: Also seit meiner Jugend würde ich mal sagen da das war ja dann Mitte der achtziger Jahre die ersten Kontakte sozusagen.
00:02:04: Ich hatte dann auch das Glück dass sich technisch eigentlich immer aktuelle Gerätschaften auch mit Einführung der PCs zur Verfügung hatte.
00:02:12: Ich habe auch relativ schnell gelernt wie ich die Dinger auseinander wieder zusammenschraube und wieder neu installiere und es war damals schon so ein bisschen Ungewöhnlich und das habe ich dann auch gehalten.
00:02:22: Ich hab dann auch während dem Studium in so einer Computergruppe in Erlangen, wo ich studiert habe mitgearbeitet die da damals die Psychiatrie komplett mit Studentenhilftkräften versorgt hat.
00:02:36: Da war Professor Kalb, der hat damals auch ein Buch geschrieben gehabt Spannend und interessant.
00:02:43: Und so hat sich das eigentlich immer fortgesetzt, ich bin immer an dem Thema dran geblieben habe mich aber auch immer geärgert um dass eben die Fähigkeiten die eigentlich hinter der Technologie stecken im ärztlichen Alltag nie angekommen sind.
00:02:56: und schon mit den Beginn meiner Tätigkeit Das war damals im Klinikum Nürnberg Süd, da war alles ganz neu gebaut und neue Computer.
00:03:06: Aber der Lohn des Tagesarbeit war eben das man sich vor den Computern setzen durfte und dann in zwei Finger Suchsystem die Arztbriefe eintippen durfte bis Nacht zum halb zehn.
00:03:18: Und es ist natürlich unbefriedigend Entwicklung, die ist meines Erachtens eigentlich immer hinterher gewesen und nie auf dem Stand den ich mir eigentlich für die Versorgung gewünscht hätte.
00:03:30: Genau jetzt machen Sie es anders von Grund auf.
00:03:35: Ich stelle immer gerne meinen Gästchen und Gästen die Frage auf einer Skala von null bis zehn wie digital im ist denn Ihr Standort aktuell?
00:03:44: Und was zeichnet das für sie aus?
00:03:47: Was ist ein hoher Grad?
00:03:49: also wo stehen Sie vor?
00:03:50: null bis Zehn?
00:03:51: Ja, das ist tatsächlich eine schwierige Frage.
00:03:53: Also ich würde mal sagen von dem was man machen könnte, stehe auch ich vielleicht bei sechs von zehn oder
00:04:02: sind sie aber sehr bescheiden?
00:04:05: Das hat schon Gründe denn natürlich versuchen wir technologisch wesentliche Schritte zu tun, aber wir haben eben noch viele Wege die nicht Und viele Prozesse, die nicht so digital sind wie man sich das vorstellen könnte.
00:04:21: Das scheitert oft an den Möglichkeiten, die die Software bietet.
00:04:25: Es scheitern ganz wesentlich und es behaupte jetzt mal gilt für die ganze Nefrologie an den PVS-Systemen, derer es nur zwei gibt in dem Bereich und wo man sich deutlich mehr Entwicklung wünschen würde... Im Moment bin ich so ein bisschen happy, dass sich auf der Seite des Systems bin wo ich frei auf die SQL Datenbank zugreifen kann und damit meine eigenen Werkzeuge drauf lassen kann.
00:04:48: Aber das ist tatsächlich eines der großen Probleme Und das is ja nicht nur erst ärztliche Tätigkeit bei uns sondern es ist ganz viel natürlich auch pflegere Versorgung.
00:05:00: Wir haben sehr viele Dialyse Patientinnen an insgesamt zwölf Standorten Pflegekräfte einzubinden, eine Vernetzung von Technologie herzustellen ohne in eine Monopolfalle zu tappen und auch noch vielleicht schlechte Software einzukaufen.
00:05:22: Das ist eine große Herausforderung und deswegen sage ich mal sechs von zehn.
00:05:26: also ich sehe da schon noch Potenzial und glaube auch dass wir da in den nächsten ein zwei Jahren massive Schritte nach vorne machen können.
00:05:36: Also um jetzt mal ein bisschen praktischer zu machen oder transparenter, weil wir haben auch gestern gemerkt viele Kolleginnen und Kollegen es gibt schon so unfassbare Vorbereiter aber das ist ja nicht die Regel sondern die Ausnahme.
00:05:51: Was macht Ihre Sex aus?
00:05:53: Können Sie wirklich ganz konkret beschreiben was tun sie um auf einer Sex zu sein?
00:06:00: welche Tools nutzen, in welcher Stelle?
00:06:02: jetzt nicht nur für die Ärzte sondern auch für die Pflege überhaupt fürs ganze Zentrum.
00:06:06: Sei es jetzt organisatorisch oder auch diagnostisch und auch therapeutisch.
00:06:12: Also wir nutzen natürlich schon viele Werkzeuge.
00:06:14: ich sage mal Wir haben es geschafft eine weitgehende Digitalisierung zum Beispiel unseres Patienten Anbahnungsprozesses also der Patientenanmeldung Verknüpfung mit eben digitalen Assessment In dem Fall in Form von IDANA, Online-Terminvereinbarungen und das Terminmanagement sind digitalisiert.
00:06:38: Es ist auch die Art und Weise wie wir dann die Sprechstunde gestalten... schon auf digitaler Basis, da sind wir gerade bis hin in der Transformation.
00:06:50: Es gibt Kolleginnen und Kollegen die nutzen eben Diktiersysteme.
00:06:54: Wir evaluieren aber auch gerade KI-basierte Dokumentationen und dann eben auch Zusammenfassungen als nächsten Schritt.
00:07:02: an dem Punkt sind wir schon.
00:07:04: Der Prozess aber auch diese Umgestaltung hat relativ lange gedauert um das mal so zu formulieren.
00:07:09: wie lange?
00:07:11: Also ich würde sagen, alles in allem mindestens ein Jahr.
00:07:15: Ja gut aber sie haben ja auch viele Standorte ne?
00:07:17: Na klar es sind viele Standorde da hängen viele Menschen dran und die Menschen muss man mitnehmen.
00:07:22: das ist die größte Herausforderung an dieser Stelle und dazu glauben wir machen jetzt mal... Das ist eben halt so ein bisschen der Trugschluss weil es gibt eben unterschiedliche Kompetenzen und man muss eben aufpassen dass Arbeitskräfte und Mitarbeiterinnen, die man hat nicht durch so einen Schritt dann auch raus drängt.
00:07:41: Wir wollen sie mitnehmen und dann dauert es eben ein bisschen länger als man vielleicht am gemeinhin meint.
00:07:47: Wir haben in der Verwaltung eine relativ große Verwaltungsstruktur.
00:07:52: Unser gesamter HR-Prozess ist eigentlich digital basiert.
00:07:57: Das ist schon unsere Prozesse im Bereich Lieferketten, da sind viele Dinge entsprechend digitalisiert.
00:08:07: Da läuft Software die dann die Lagerhaltung ermöglicht.
00:08:12: wir haben natürlich digitale Dokumenten Datenbanken in denen wir komfortabel dann Zukunft und zuordnen können.
00:08:21: das gibt es schon alles.
00:08:24: Wir sind aber viel schlechter im konkreten Bereich der Dialysen, wo wir ein paar Standorte mit Maschinentechnologie digital angebunden haben.
00:08:32: So dass eben die Behandlungsdaten in den PVS-Systemen landen.
00:08:36: Aber wir haben auch noch einige Standorte, wo es nicht der Fall ist.
00:08:38: Das ist so ein bisschen das, was eben krankt.
00:08:42: und was tun wir noch?
00:08:43: um auf die sechs zu kommen?
00:08:47: Inzwischen ein lokales Language-Model laufen haben, also das große und kleine OpenAI Modell die ja open source sind.
00:08:58: Laufen bei uns autark ohne Internetanbindung so dass wir da auch damit experimentieren können Patientendaten durchschicken können.
00:09:05: Wir haben dahinter noch im kleinen Format ein Retriever System gebaut, wo wir eben als aktuelle Leitlinien auch reingucken können.
00:09:15: Das miteinander verknüpfen können.
00:09:17: und da sind wir gerade.
00:09:18: und da passiert viel Schulung, viel Landprozess wie man diese Dinge effektiv einsetzt, wie man vielleicht auch sowas nutzt um dann automatisiert die Anamnese aus den vorbefundenen Zusammentragen zu lassen oder eben halt auch Behandlungsinformation in den Kontext zu bekommen.
00:09:37: Also das sind so die Schritte wo wir gerade dran sind und wir entwickeln mit ein paar Startups, Use Cases im Bereich des Controlings aber auch im Bereich von Patienten Erzlichen Unterstützungssystemen für die Visiten, weil wir eben gesagt haben unsere PVS Abbildung ist so schlecht.
00:09:58: Wir haben so viele Klicks zwischen unseren Daten dass wir das anders aufbereiten und visualisieren müssen und damit uns auch erhoffen dass wir eine Beschleunigung reinbekommen Arztzeit freisetzen, die wir dann eben effizienter einsetzen können um die Patientenversorgung zu verbessern und mehr präsent zu sein.
00:10:17: Das ist so ähnlich wie mit einem KI-basierten Dokumentationssystem wo ich einfach viel mehr, viel bewusster mit den Patientinnen und Patienten sprechen kann und eben halt in der Hoffnung dass wir damit mehr Zeit haben und die Betreuung für die Patientin und Patienten merklich besser wird.
00:10:36: Wow, okay.
00:10:37: Also wahnsinnig viel Inhalter drin und ich möchte noch mal ein bisschen da reingehen weil ich glaube nicht der eine oder andere sagt sich jetzt oh Gott was meinte denn jetzt eigentlich alles da genau?
00:10:48: Na klar!
00:10:49: Also erstmal zu den large language Modellen.
00:10:53: kann man... Kann ich mir das so vorstellen oder die das jetzt hier hören dass Ich glaube, wir hatten da auch schon mal drüber gesprochen.
00:11:00: Dass sie sich erhoffen oder schon testen das Idee, Sie unterstützen in Anfangstriche Berichte oder Akten von Patienten mit durchzusehen und zu schauen wie der Verlauf war und so eine Art Briefing vor einer Widervorstellung zu geben um noch mal so Reminder zu haben.
00:11:21: Ich mache es momentan auch so, ich klicke in jedes PDF rein und suche die... Und dann alles wieder im Kopf zu behalten.
00:11:30: Dafür habe ich ungefähr dreißig Sekunden Zeit bevor der nächste Patient kommt.
00:11:34: Das wäre ja schon gut!
00:11:36: Also so verstehe ich das richtig?
00:11:39: Ja, also da gibt es ja verschiedene Varianten wie man das tun kann.
00:11:43: Ich sage mal PDF... Das ist für mich immer die größte Digitalisierungskrüge, die wir haben.
00:11:49: Da bin ich nicht zuangetan.
00:11:50: Wir haben's natürlich!
00:11:52: Wir dürften übrigens auch leinen Zeitwirt dieses Language-Model haben dass unsere PDFs nicht alle Maschinen lesbar waren, die wird abgelegt haben.
00:12:01: Das lag dann an Scanner Software, die das einfach nicht konnte.
00:12:05: Wir haben verschiedene Scanners im Zentrum laufen.
00:12:08: Das haben wir inzwischen abgestellt.
00:12:10: Muss man aber auch erst mal drauf kommen?
00:12:11: Weil sonst hat man noch ein paar Jahre lang Sachen wie man nicht lesen kann.
00:12:14: Ja also man kann eben halt einen PDF durchschicken und sich Informationen zusammenfassen lassen.
00:12:20: Es ist natürlich immer viel Handarbeit trotzdem.
00:12:23: Ein Use Case ist wirklich Informationen über Patienten zusammenzutragen.
00:12:30: Auch das ist noch nicht perfekt, weil wir unsere SQL-Datenbank noch nicht an das System angebunden haben.
00:12:35: Das ist aber etwas was wirklich oberste Priorität hat im Augenblick und dann eben genau mit diesem Ziel.
00:12:42: Wir haben es auch getestet, wir haben ja ein PVS Macros und können dann sagen so jetzt weiß man mal von den Patienten X die ganzen Anamnese-Einträge des letzten Jahres raus.
00:12:53: und dann schicke ich die Durst Language Model und Sache, stelle mir doch mal eine Zusammenfassung mit den Problemstellungen.
00:12:59: Mit den Medikamentenänderungen und dem und jenem aus dem letzten Jahr und dann macht er das.
00:13:04: Und da sind diese Systeme ja auch ziemlich gut und machen auch eine verlässliche Zusammenstellung gliedern es eigentlich immer wunderbar.
00:13:12: Und
00:13:13: das nutzen Sie schon immer am Alltag?
00:13:15: Das nutzen wir nutze ich ab und zu.
00:13:18: Das Problem ist, dass eben vorne dran der Prozess des Zusammenstellens der Informationen kommt und das müsste man natürlich automatisieren.
00:13:26: Aber das funktioniert und das kann man einsetzen nutze ich auch genauso wie ich eigentlich auch gerne mal das System nutze um mir einfach aus unseren digitalen Anamnese-Bögen erst an einem Nese zusammenschreiben zu lassen und es als Vorlage zu haben und dann paar kleine Edits zu machen Eintrag habe.
00:13:48: und auch da kann man natürlich sagen, das ist jetzt aber nicht so wie wenn ich das persönlich diktiert hätte.
00:13:53: Das stimmt!
00:13:55: Aber ich hab trotzdem die Informationen alle drinnen und vielleicht sogar eine andere Übersicht.
00:14:02: Das fand ich eine ganz spannende Erkenntnis was nämlich so ein Modell plötzlich hergeht und so ne Anamnese untergliedert manchmal in Stichpunkte nach... aktuell Beschwerden und Vorgeschichte und Sozialanamnese, das landet sonst alles in dem Block.
00:14:16: Und wir wissen, dass Arztbriefe sowieso nicht so besonders eifrig gelesen werden wenn sie mal rausgehen... ...und so kann man einfach ein bisschen schneller einen Überblick behalten.
00:14:25: Diktieren wollte ich sowas nie weil da würde ich glaube ich am Rad drehen, wenn ich die ganzen Absätze diktieren müsste.
00:14:31: aber wenn es das System automatisiert erstellt kriegt man einfach andere Übersichtlichkeiten und das sind schon praktische Einsatzbereiche.
00:14:38: spannend sind und es wollen wir auch weiterentwickeln, in dem Sinne dass wir eben in der Lage sind wirklich hier drüber eine bessere Übersicht über Patienten herzustellen.
00:14:48: Wir sind halt ein großes Zentrum.
00:14:49: Wir haben je nachdem wie man das betrachtet sechzehn bis achtzehnt Fachärzte, wir haben Physician Assistance und wir haben nicht die Situation, dass wir eine eins zu eins Patientin Bindung haben.
00:15:03: dann muss man natürlich Wege herstellen.
00:15:05: Das ist vielleicht auch jetzt die Stärke an der Stelle, dass wir gut dokumentieren und der Nächste, der an den Patienten sieht weiß wo er steht.
00:15:14: auf der einen Seite und auf der anderen Seite hilft uns das eben natürlich wenn wir solche Werkzeuge benutzen weil die Dokumentation entsprechend verlässlich ist und gut ist und wir auf die Art und Weise uns Unterstützung holen können
00:15:28: dass mit der einzelnen Patientenbindung gerade in der Diolise oder Nephrologien, wo es gar nicht so viele gibt.
00:15:35: Das ist ja wahrscheinlich überhaupt gar nicht mehr machbar und deswegen ist es gut diese ganzen Dinge einzusetzen um sich da Zeit zu verschaffen.
00:15:43: Und ein anderer Punkt den sie noch ansprachen war das diese PFS Systeme natürlich spezialisiert sind auf die nephrologischen Fälle und Bedürfnisse wie etwas wahrscheinlich auch grafisch dargestellt ist und wird.
00:15:59: oder meinen Sie das?
00:16:00: Also sozusagen, dass sie schneller, also zu sagen, Sie haben ja gesagt, Sie wollen die Zeit der Kollegen freischaufeln.
00:16:09: Was bräuchten Sie da was aktuell gar nicht existiert?
00:16:13: ich meine es hängt ja auch vom Fach zu Fach ab.
00:16:15: aber bei Ihnen in Ihrem Fach
00:16:17: Also, man muss sich das ja so vorstellen in der Nephrologie waren die PVS-Systeme letztlich erst mal entwickelt worden als Dialysedokumentationswerkzeug und als Anrechnungswerkzeug.
00:16:29: Und sind dann mehr und mehr auch dahin entwickelt worden dass man damit ambulante Patientenversorgung macht.
00:16:37: Jetzt hat sich die Situation aber gravierend verschoben, weil wir inzwischen uns ein bisschen mehr bewusst sind.
00:16:44: Dass wir allein in Deutschland acht bis zehn Millionen chronisch Nierenkranke haben zugegeben.
00:16:48: Wir sehen leider sage ich mal bei Weiten nicht alle, weil sie nicht identifiziert werden.
00:16:54: Aber der die Notwendigkeit dass hier Verbesserungen stattfinden und wir einfach die Effekte die Digitalisierung mitnimmt mitbekommen effizientere Patientenversorgung gewährleisten zu können.
00:17:09: Das ist zwingend notwendig und darauf sind diese Systeme nicht optimiert, die Oberflächen sind veraldet in der Art und Weise wie sie Informationen darstellen.
00:17:19: man ist gezwungen die Bildschirmschriftgröße auf hundredfünfundsebzig Prozent zu stellen damit man es entspannt lesen kann weil man die Schriftgrösse im Textfeld nicht für sich variabel einstellen kann usw.
00:17:31: also viele viele Themen die man sich natürlich anders wünschen würde und wo man dann sich Workaround suchen muss, einfach um den Alltag da angenehmer zu gestalten.
00:17:42: Und wir haben das auch mal in unsere Ärzteschaft abgefragt, wo denn der Alltagsschmerz am größten ist?
00:17:47: Der ist tatsächlich in der ambulanten Versorgung am größsten weil die PACE relativ hoch ist, weil es viele Patienten sind durchaus auch mit komplexen Krankheitsbildern und eben halt die Werkzeuge, die wir haben nicht ideal sind.
00:18:04: Und damit einfach viel Nacharbeit verbunden ist während ich in aller Regel, wenn ich eine Visite beim Dialysipatienten mache, die Information, die ich brauche alle habe, da hab' ich auch nicht die Notwendigkeit dann nach jeder Visite einen Arztbrief zu verfassen.
00:18:19: Das ist natürlich im ambulanten Fachärztlichen Versorgungsbereich schon ein bisschen anders Und das ist ein Schmerzpunkt und da muss man meines Erachtens daran ansetzen, weil man nur auf die Art und Weise auch zukunftsfähig werden kann.
00:18:33: In der Lage ist dann den Patientinnen und Patienten in der großen Breite ein gutes Angebot für die Betreuung zu machen.
00:18:40: So wie ich Sie Wahrnehmungen kennengelernt habe haben sie schon eigenes entwickelt mittlerweile oder?
00:18:45: Nee, nee!
00:18:48: Das würde mir unter den Nägeln brennen, da bin ich nicht der einzige aber... Problem ist vielleicht noch nicht mal das entwickeln, sondern das was ja auch die Hersteller beschäftigt sind diese konstant auftauchenden Veränderungen von Anforderungen hinsichtlich technischer Neuerungen.
00:19:07: also unsere PVS-Hersteller beklagen dann natürlich auch dass sie dreimal das EPA Modul programmieren mussten weil sich es immer wieder verändert hat.
00:19:16: und so weiter.
00:19:17: Und das Updaten ständig aktualisieren, da sehe ich eigentlich den viel größeren Schmerz und da ist wahnsinnig viel an Arbeit und es ist am Ende auch das was natürlich diese Hersteller blockiert wirklich in die Zukunft zu entwickeln.
00:19:33: und klar dann ist es natürlich ein kleiner Fachbereich wo man nicht den großen Business Case ziehen kann, wie in der Allgemeinmedizin oder anderen großaufgestellten Spezialbereichen.
00:19:48: Ja aber Sie haben ja gerade im Vorgespräch gesagt ich glaube jeder neunte verstirbt mittlerweile an Nährenerkrankungen.
00:19:53: war das so?
00:19:54: Oder habe ich
00:19:54: das?
00:19:55: Ja gab es jetzt auf der Kidney Week in Houston eine aktuelle Publikation die im Lancet auch nachzulesen ist.
00:20:03: wir kommen ja von Platz.
00:20:08: Das hat schon große Wellen geschlagen, weil die Prognose war auf Platz fünf in Jahr zwanzigvierzig zu landen.
00:20:15: Ich glaube so richtig geglaubt hatte es keiner.
00:20:17: aber jetzt kam sozusagen eine neue Analyse Zimmer so acht Jahre neun Jahre später und jetzt sind wir inzwischen auf Platz neun.
00:20:24: Ich habe letztens schon mal gesagt, wenn man nicht aufpassen wird in der Weltmeister möchte ich in dem Fall nicht werden.
00:20:30: Also gerne im Fußball aber nicht bei den Todesursachen meines Fachgebiets.
00:20:35: ja also deswegen das finde ich schon beeindruckend und es ist eben halt in dem Bewusstsein der Gesamtbevölkerung nicht vorhanden.
00:20:45: wir kämpfen sehr viel politischen Ebene auch um eine bessere Wahrnehmung dieser Albuminoriemessungen, die halt elementar sind für die Erkennung und die halt in der breiten Masse nicht passieren.
00:20:57: Da gibt es auch Daten, ja wir sind jetzt so bei ein bis zwei Prozent der Patientinnen und Patienten wo das tatsächlich gemacht wird in der Basisversorgung und das genügt eben halt nicht.
00:21:07: Und deswegen ist es ein riesiges Risiko für alle Menschen, die älter werden da eben an die Komplikationen dann vielleicht irgendwann zu versterben.
00:21:17: Ja, nicht die nur älter werden.
00:21:19: Ich habe ja erzählt ich hab Patienten hier sind um die fünfzig und sind schon unfassbar schwer krank aber warum?
00:21:24: also ich meine jetzt bringen wir ein bisschen dem Thema wieder zurück zum medizinischen.
00:21:27: Warum ist so eine Zunahme vom Platz fünfzehn auf Platz neun?
00:21:31: woran liegt das?
00:21:33: Ja, das hat natürlich unterschiedliche Aspekte.
00:21:35: Also klar, da gehen in den westlichen Ländern die großen Volkskrankheiten mit ein.
00:21:41: Diabeteshypertonie, natürlich immer noch die mangelnde präventive Medizin in unseren Breiten und auch wenn mal jemanden mit Mitte Fünfzig als Hochrisikopatient identifiziert dann hat man halt in aller Regel schon Schädigungsmechanismen an den Gefäßen Und da ist natürlich die Niere als extrem gut durch Blut, ist organunmittelbar betroffen und anderen Organen.
00:22:05: Also das ist einer der Punkte und dann spielen natürlich – und da gibt es auch gute Prognosen dazu – die klimatischen Veränderungen auch mit rein.
00:22:12: Das trifft jetzt vielleicht uns hier nicht unmittelbar, auch wenn wir sicherlich auch Menschen zu beklagen haben, die an den Folgen des Klimawandels sterben.
00:22:21: aber diese Situation hoher Außentemperaturen, großer Dürren, mangelndes Wasser Das spielt natürlich damit rein und das ist auch etwas, was am Ende zu Organschäden führt.
00:22:34: Und dann natürlich zu einer Zunahme von entsprechenden Todesfällen so weltweit.
00:22:39: Ich schätze mir dass ungefähr acht bis neunhundert Millionen Menschen chronisch nie erkrankt sind.
00:22:44: Okay Sprung zurück.
00:22:46: Sie sagten die technischen Anforderungen haben zugenommen.
00:22:50: Genau.
00:22:51: Gibt es da eigentlich überhaupt irgendeine Lösung?
00:22:54: Weil wir... Auch was wir ja gestern in dem Ja, in unserer Fortbildung natürlich besprochen haben oder was ich sehr eindrücklich fand.
00:23:03: Der Kollege der sagte dass wir ja auch die Nephrologie attraktiv für Ärztinnen und Ärzte halten müssen weil es da immer weniger werden.
00:23:11: aber diejenigen erkrankten Patienten nehmen zu.
00:23:14: Es ist ja auch Missmatch Und auch man sich überlegen muss wie kann man Innovationen und KI und all diese Möglichkeiten mit ihnen dieses Fach bringen sodass das wieder attraktiver macht auf der einen Seite Professionals, aber auch auf der anderen Seite vielleicht auch diese ganzen technologischen Möglichkeiten nutzt um den Patienten vielleicht in einer Heimdialyse oder in anderen Kontexten besser zu unterstützen.
00:23:40: Indefekt einen Daten-Trend zu erkennen und nicht erst zu kommen wenn es zu spät ist und dann ganz schnell so eine Not aller Dialyse zu machen oder in diesem Sinne?
00:23:51: Ja also... Das ist genau der Punkt und natürlich auch das, was mich extrem beschäftigt.
00:23:57: Ich glaube ganz sicher dass Digitalisierung ein Weg ist wie man attraktiv wird für Mitarbeiterinnen auszubildende usw.
00:24:09: Das ist sicherlich ein ganz wichtiger Aspekt glaube ich, da ist auch eine Chance für so einen kleinen Fachbereich wie wir das sind.
00:24:18: Dass wenn wir da sind, dass wir dann vielleicht besonders spannend und attraktiv sind.
00:24:24: Und was ich am Anfang geschildert habe mit dem PVS-Systemen, weil wir eben nicht mit zehn Herstellern sprechen müssen sondern mit wenigen und auch die Werkzeuge, die wir dann – und ich bin ein großer Fan des Baukastenprinzips an die Seite ranbekommen und entwickeln, dass man da eben halt nicht so viele verschiedene Partner bespielen muss.
00:24:47: Aber es ist sicherlich so das wir da ran müssen.
00:24:51: ich glaube immer noch, dass in der Ärzteschaft das Thema nicht bewusst genug ist auch Grundthema der Notwendigkeit, dass eben Daten digital vorliegen und digitalisiert sind.
00:25:06: Weil wir nur dann ja im zweiten Schritt auch damit was machen können.
00:25:10: Und deswegen war eigentlich auch mal der Ursprungsimpuls das Feld KI intensiver zu bespielen.
00:25:18: die Veranstaltungen, die wir gestern hatten haben Jahr zwanzig einundzwanzig begonnen.
00:25:22: da gab es in der Form noch nicht.
00:25:26: aber Natürlich aus der Erkenntnis, dass man immer einen Schritt weiter denken muss um mal die Grundschritte zu tun und nur wenn man über KI nachdenkt und drüber spricht.
00:25:35: kommt man meines Erachtens an den Punkt, wo man sagen muss okay wenn ich da hinkommen will dann muss sich ja erstmal sagen jetzt mache mal die ganzen Digitalisierung Schritte vorne weg und ich glaube das ist das was uns im Moment noch viel viel mehr beschäftigt.
00:25:48: Und natürlich auch das Bewusstsein oder KI des Bewusstseins dafür schärfen muss dass wir uns eben in unseren Prozessen verändern müssen um diese Werkzeuge einzusetzen.
00:25:58: daraus resultiert Attraktivität.
00:26:00: Und natürlich müssen wir auch versuchen die Patientinnen und Patienten einzubeziehen, das ist vielleicht auch nochmal eine besondere Herausforderung dass wenn sie da in unserem Fachbereich fragen würden oder auch bei mir im Zentrum gibt es sicherlich viele die Hände über dem Kopf zusammenschlagen weil klar In Deutschland ist es eben so, dass der Mensch, der mit Dialyse behandelt wird in Mitte für mittelfünfe und siebzig Jahre alt ist.
00:26:23: Aber auch diese Generationen in zehn Jahren sind die sind das die heute fünfundsechzigjährigen dann entsteht eben dieser größere Nähe Und es reicht eben nicht aus den zehn jahren darüber nachzudenken wie wir das Thema auffangen sondern müssen jetzt drüber nachdenken und Wegesuchen Wie wir mit den Patienten eine bessere Interaktion an der auf der Ebene kommen auch das Bewusstsein dafür stärken dass diese Digitalisierung uns hilft und deren eigener Betreuung am Ende auch natürlich helfen wird.
00:26:54: Und da muss man ansetzen, wir haben einen riesigen Nachteil in Deutschland und das ist glaube ich, dass wir halt grundsätzlich auch in den Verwaltungsbereichen nicht so digital sind wie das andere Länder schon vorgemacht haben.
00:27:09: Das macht es in der Medizin nicht einfacher weil wir jetzt an dem Punkt sind wo für die Versorgung den Patientinnen und Patienten das beibringen müssen.
00:27:20: Und nicht darauf aufbauen können, dass eben sagen wir in anderen Strukturen Deutschlands Digitalisierung schon gegeben und weitreichend vorhanden ist.
00:27:29: Sie waren ja gerade in den USA?
00:27:31: Ja also da muss ich jetzt nachfragen.
00:27:34: würden sie sagen, da ist es anders?
00:27:36: Nähre ich unterzieh mich natürlich da nicht der medizinischen Behandlung.
00:27:41: Traditionell ist es natürlich so, dass in den USA die großen Konzerne eine ganz andere Rolle spielen und auch das Gesundheitswesen ja schon ganz anders durch Drogen haben.
00:27:50: Und jeder große Brand hat natürlich seinen eigenen Healthcare Bereich gegründet und versucht in der Patientenversorgung eine richtig wichtige Rolle zu spielen.
00:28:01: Und das ist das, was ich genau in Deutschland nicht haben möchte ehrlicherweise gesagt.
00:28:05: Aber daran wird im Hintergrund natürlich auch gefeilt und gearbeitet.
00:28:09: Es ist auch klar dass wenn man so ein bisschen die Perspektive zeichnet für große Konzerne dann ist für diese mal auch das E-Auto eigentlich nicht mehr interessant sondern Hellscare.
00:28:21: Das ist der Zukunftsmarkt ja.
00:28:23: Das haben die alle längst erkannt und schmeißen sich da richtig rein und versuchen mit digitalen Zwillingen smarten Apps und irgendwelchen Werkzeugen natürlich unsere Daten zu bekommen, und aufzuzeigen wie toll das es mit ihnen zusammen funktioniert.
00:28:38: Und das ist ein Problem ja.
00:28:42: Glauben Sie dass wir das überhaupt noch aufholen können?
00:28:46: Doch das glaube ich schon weil Am Ende ja nicht nur der digitale Frontend zählt, sondern wir Ärztinnen und Ärzte zählen.
00:28:56: Und da erinnere mich sehr gern an ein Gespräch das ich kürzlich mit dem Professor Spitzer geführt habe zusammen mit meiner Kollegin der Daniela Schmidike.
00:29:06: Wir machen einen Nieren-Podcast, Near It To Go!
00:29:08: Der war als Festredner auf einem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und hat uns dann bisschen Rede und Antwort gestanden.
00:29:17: Und ich glaube schon, dass wenn man so die Synthese aus diesen verschiedenen Aspekten rausnimmt.
00:29:23: Dass es natürlich klar ist und auch den Patienten, das hat man auf dem Kongress in Gesprächsrunden gemerkt, schon bewusst ist, dass diese digitalen Werkzeuge und Interaktionsmöglichkeiten genutzt werden müssen aber eben immer mit dem Hintergrund, dass mehr Zeit da ist um wirklich das Patientinnenarztgespräch zu ermöglichen und dafür Zeit zu finden.
00:29:51: Und den Patienten, Patientinnen ist glaube ich das immer noch extrem wichtig und das digitale alleine reicht meines Erachtens auch in Zukunft nicht.
00:30:02: also es hat was mit Vertrauen zu tun und so würde ich auch das sehen und so habe ich beispielsweise die Governance bei uns im Zentrum geschrieben, das eben natürlich wir für bestimmte Themen diese digitalen Werkzeuge nutzen.
00:30:16: Aber dass es gleichzeitig eben eines der wichtigsten Ziele ist sicherzustellen, dass am Ende einer Entscheidungskette immer ein Experte eine Expertin steht und zwar nicht für irgendwas sondern eine Expertine für diesen Entscheidungsprozess.
00:30:31: Und ich glaube, das ist ein ganz ganz wichtiger Aspekt und deswegen bin ich da nicht so pessimistisch, da nicht auf der richtigen Spur sind.
00:30:43: Ich habe so ein schönes Bild vor Augen, das auf dem Big Bang AI Festival in Berlin von einem Redner gezeigt worden ist mit drei Tieren und der Hase rennt vorne weg und direkt auf den Abgrund zu und die anderen sind ein bisschen hinterher.
00:30:59: Wenn man das noch mal ein bisschen übersetzt, dann muss man sagen es kann schon sein dass der der vorne wegrennt vielleicht nicht er ist ja als erstes im ziel ankommt.
00:31:11: Ja ich meine wie gesagt die entwicklung sind extrem dynamisch und Es kann schon seien in dem bereich dass nicht der am schnellsten entwickelt Auch derjenige ist ja im erfolgreichsten entwickelt, sondern manchmal den Schritt zurückzugehen und sich anzugucken wie die verschiedenen Entwicklungen und Use-Cases wirklich sind.
00:31:29: Kann schon hilfreich sein und das ist auch was wir in Deutschland glaube ich noch, zumindest wenn man es ein bisschen anstrengen ganz gut bewerkstelligen könnten.
00:31:38: Interessantes Bild also... Ja, wir brauchen die Treibung und es gibt die, die das so voran pushen.
00:31:44: Und sie ziehen dann die anderen mit.
00:31:45: aber ich glaube auch dass es selten, das habe ich auch glaube ich gestern noch gesagt in meinem Vortrag ist scheitert meistens nicht an der Technologie sondern an vielen anderen Dingen, die drum herum sind ne?
00:31:55: Die verhindern, dass es wirklich übersetzt werden kann.
00:31:59: Ich glaube es wird noch sehr spannend.
00:32:01: Aber wenn Sie mal so eine Glaskugel gucken könnten oder sich was bei einer Fee für Ihre Dürre-Liese Patienten wünschen könnten KI unterstützt Was wäre so, wenn sie jetzt mal träumen dürften?
00:32:13: Wie würde ein Ablauf am Tag aussehen und erzählen Sie mal.
00:32:21: Das wird mich noch einmal ganz praktisch interessieren!
00:32:25: Also da habe ich natürlich auch schon viel darüber nachgedacht und versuche auch die entsprechenden Schalter dahin umzulegen.
00:32:32: Natürlich möchte man das, was wir jetzt nicht überall haben, man möchte eigentlich natürlich die Technologie vernetzen.
00:32:38: Das ist ein ganz wichtiger Schritt dass also die Informationen aus den Geräten vernetzt vorliegen, wenn man einen Tag startet, dass da ein System vorhanden ist den erfahrenen Kräften bei uns auf den Stationen sagt, hier bei dem Patienten gab es in der Woche einen Blutdruckabfall und hier schaut das so aus als gäbs ein Problem mit dem Sollgewicht.
00:33:06: Das sind Informationen die wichtig sind weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weniger erfahren sind und immer jünger werden und das würde das System extrem unterstützten.
00:33:18: dazu brauche ich die vernetzung der maschinen.
00:33:20: dazu
00:33:21: sprich darf ich kurz ein hacken.
00:33:22: das ist jetzt dieses soll gewicht und der blutdruck dass das sozusagen.
00:33:27: Daten vom Patient von zu Hause aus zu ihm gleich übertragen werden?
00:33:31: Ne, das reicht mir wenn ich das im Zentrum habe.
00:33:33: Also wenn ich die Daten aus der digitalen Waage habe, wenn ich den Blutdruck automatisch übertragend bekomme, die Behandlungsdaten... Ich behaupte auch und es ist auch ein wichtiges Ziel dass wir eigentlich dann aus den Behandlungen Behandlungen, individuellen Behandlung irgendwann prognostizieren können.
00:33:52: Wann ich mit einem Kreislaufproblem oder irgendeiner guten Situation bei Patienten und Patient rechnen kann?
00:33:59: Also diese Prädiktion wäre auch ein Ziel.
00:34:04: Auch darüber habe ich schon mit dem einen oder anderen gesprochen.
00:34:06: dazu brauche natürlich die Vernetzung Und ich hätte es eigentlich auch gerne, dass irgendwann meine Pflegekräfte mit dem Tablet durch die Gegend laufen und da drüber auf ein schönes Behandlungsprotokoll zugreifen.
00:34:22: So was gibt's tatsächlich auch schon?
00:34:23: Das ist jetzt eher die Frage wann man den Invest vielleicht dahin tut Und damit einfach noch mal moderneres Arbeiten ermöglicht wird.
00:34:32: und genauso elegant hätte ich das eigentlich gern auch bei der ärztlichen Visite, dass sich auf meinem Desktop einerseits die Daten aus den Behandlungen so aufbereitet bekommen.
00:34:42: Dass ich auf einen Blick sehe wo ich mit dem Patienten stehe und wo Probleme sind und es vielleicht noch mit dem Therapieunterstützungssystem sagen wir ein bisschen unterfüttern kann und dann auf elegante Art und Weise Und da sind wir eigentlich schon dann mit den Patienten sprechen kann und ein System Transgribir zuhört, mir KI-basierte Zusammenfassung liefert und ins PVS packt.
00:35:04: Das ist so die Idealkrozesse.
00:35:07: Da wäre ich eigentlich gern spätestens in eineinhalb bis zwei Jahren.
00:35:13: sehr schön und sehr konkret, aber ich möchte mal hervorheben.
00:35:16: Und der beste oder das fragen ja viele Investorne mal was hatten die Patienten davon?
00:35:21: Was merken wir denn jetzt am Ende davon?
00:35:23: Der Patient sieht sich mehr vom Arzt und hat sicherlich auch wenn eine Produktion möglich ist auch Verhinderung von Komplikationen wie der Stationär in Aufenthalten mit das Zitwiederfolgekosten nach sich, wenn solche Dinge möglich sind
00:35:39: Ganz genau.
00:35:39: Und die Komplexität ist ja durchaus hoch, weil eben diese besagten Parameter mit reingehen und wir sind auch noch nicht an dem Punkt dass wir irgendwie automatisiert Laborbefunde mit integrieren.
00:35:50: Auch daran arbeiten wir in gewisser Weise.
00:35:53: aber in so einem großen System wie wir das haben und es muss ich zu meiner Schande eben gestehen und deswegen vielleicht auch nur sechs von zehntige Installationspunkte Die Labore schicken nach wie vor ihre auffälligen Befunde munter per Fax in unser Zentrum.
00:36:08: Also wir haben es noch nicht sozusagen in ein digitales Fax gewandelt.
00:36:12: Wir sind aber auch da an den richtigen Schritten dran, das Problem ist... Es gibt eben in diesem Bereich keinen Patienten der keine Auffälligkeiten hat und das heißt jeder Patient jedes Labor kommt ununterbrochen raus wenn sie Labore machen und das ist eben halt ein riesiges Dilemma perfektionieren und weiterentwickeln.
00:36:38: Und dann natürlich eben auch in diese Entscheidungsprozesse mit integrieren.
00:36:42: Ja, und es macht dem Alltag viel Aufwand.
00:36:44: eigentlich muss man sozusagen zu so einem Zentrum.
00:36:47: auf alle Fälle kann man ja fast eine eigene Labor Einheit dazu weiterentwickeln.
00:36:53: Das könnten Sie machen?
00:36:54: Könnte man oder das fühlt mich ich habe noch zwei Fragen blöcke also unfassbar was sie alles machen und welche Tiefe Sie das wissen haben und was für eine Komplexität und Überblick man haben muss bei so vielen Zentren.
00:37:12: Jetzt mal, wie viel Prozent?
00:37:16: Also sind sie noch ab und zu an den Patienten?
00:37:18: Und ja klar!
00:37:19: Wie viel Zeit beschäftigen Sie sich damit?
00:37:21: also damit auch Kollegen mal so eine Idee haben weil nicht jeder führt zum großes Zentrum wie sie.
00:37:26: Ja, also manche haben ja auch noch eine Einzelpraxis und es wäre hier auch total schade wenn es die jetzt ja gar nicht mehr geben würde, weil es überhaupt nicht mehr zu schaffen ist.
00:37:35: Weil manche würden hören das jetzt und denken, ich wollte Medizin machen und jetzt hier nicht bis eine Strategie-Theme und ein Tech-Experte werden.
00:37:46: also wie viel Prozent ihrer Zeit gehen in diese Strategie?
00:37:50: In dieser Entwicklung und dieses Voranschreiten voran?
00:37:53: Und wie viele Prozent derzeit sehen Sie?
00:37:55: Man ist mir klar dass sie da eine besondere Rolle haben Aber noch am Patienten.
00:38:00: Und ich finde es gut, dass sie das beides machen nur mal so.
00:38:02: Also das Ziel ist eigentlich und es trifft alle die sozusagen jetzt hier auf der Leitungsebene von uns tätig sind, dass wir eigentlich an drei von fünf Tagen mit den Patienten zu tun haben.
00:38:17: Schwankt so ein bisschen.
00:38:18: Es ist ja schon ein bisschen rausgekommen, dass ich mich nicht nur um diese Strategie und Digitalisierung kümmere sondern auch um ganz viele Medizinthemen wo ich das eine oder andere steckend fährt auch noch habe.
00:38:30: Und das limitiert dann so ein bis hin die Zeit.
00:38:33: aber ich sage mal ich arbeite jetzt auch nicht die normalen hundert Prozent die man sich vorstellt.
00:38:39: Sondern es geht nahtlos.
00:38:41: Aber trotzdem das ist mir auch wichtig weil ich sonst abbilden kann und nicht verstehen, wo wir stehen.
00:38:51: Wo unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen, wo die Kolleginnen und Kollegen stehen.
00:38:56: Und das muss man immer runterbrechen und man muss natürlich auch immer vor Augen haben dass unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichem Enthusiasmus und auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit arbeiten.
00:39:09: Das muss man in so ein komplexes System integrieren.
00:39:13: Trotzdem glaube ich das von dem, was wir jetzt tun und es ist doch mal vielleicht auch meine berufspolitische Perspektive wo ich auch aktiv bin.
00:39:22: Dass wir eben den Luxus haben einerseits diese Entwicklungen mit treiben zu können und vielleicht auf eine andere Art und Weise testen zu können aber natürlich auch dann die Grundlage dafür zu legen dass der ein oder andere dann doch davon auch profitiert und irgendwie klar wird wie man eben diese Technologien auch wenn mit weniger Personen aufgestellt ist, wirksam umsetzen kann.
00:39:49: Und zumindest in unserem Fachbereich sind die meisten Einrichtungen doch häufig kleine Mittelständler, die halt dann vielleicht vierzig-fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die sie für die Behandlung brauchen.
00:40:03: Und auch da sind natürlich Maßnahmen wirksam, weil ich Zeit einsparen kann und Effizienz steigern kann durch die richtigen Schritte Und vielleicht muss ich die aber nicht als allererste tun.
00:40:15: und klar, das Grundproblem.
00:40:18: Die ganze Medizin hat, dass die Komplexität der Verwaltungsstrukturen und der Bürokratie so groß sind.
00:40:24: Dass es eine echte Herausforderung auch aus meiner Sicht ist eigentlich alleine als Einzelkämpfer in der Zukunft ne Praxis zu betreiben das ist schon des Thema.
00:40:34: und wahrscheinlich ist es auch eine Entwicklung die eben halt in eine Richtung läuft nämlich in den Zusammenschluss einfach weil diese strukturellen Dinge gar nicht anders zu bewerkstelligen sind.
00:40:46: und wenn ich das jetzt persönlich machen müsste, dann könnte ich mich um diese strategischen Themen nicht kümmern.
00:40:52: Das ist völlig klar.
00:40:54: Ja sehr spannend zum Ende.
00:40:58: zum Ende noch ein letzter Appell und zwar würde sie wieder so fragen in verschiedenste Richtung.
00:41:04: Sie dürfen einen Satz sagen an die verschiedensten Stakeholder Gruppen an Personen was sie sich von denen aktuell oder in der Zukunft wünschen.
00:41:14: Okay, fangen wir mal an mit den ärztlichen Kollegen.
00:41:19: Was würden Sie denen hier gerne heute mitgeben?
00:41:22: Offenheit und bewusste Schritte zur Digitalisierung und eben halt auch das Bewusstsein dass man auf diese Art und Weise moderne Arbeitsumgebungen schafft und damit hoffentlich junge Kolleginnen und Kollegen gewinnen kann die in der Zukunft was man selber gerne oder so gerne gemacht hat weiter tragen wollen.
00:41:43: an die Pflege und ja an die pflegung und mfs.
00:41:47: Ja, vielleicht unterschiedliche Impulse weiß ich nicht.
00:41:51: Ja also ich sag mal da ist es aus meiner Sicht auch so Die Offenheit für Veränderungen.
00:41:58: Es wird sich was verändern aber es wird Und das wird auch gewissehen Sommal Aufwand machen.
00:42:04: Aber Ich Auch Da sehe ich So ein bisschen im Licht am Ende des Tunnels und wirklich auch die Möglichkeit das neue Konzepte und auch eine Veränderung der Alltagstätigkeiten vielleicht dann eben möglich machen, dass man wieder mehr das tut was man eigentlich mal gelernt hat sich nämlich um Menschen zu kümmern Patientinnen und Patienten.
00:42:27: Und rauskommt aus Dokumentationen und irgendwelchen Abarbeiten von Routinen.
00:42:32: An die Krankenkassen?
00:42:34: An die Krankenkassen von denen würde ich mir wünschen an den Punkt kommen, wo sie erkennen dass in der Digitalisierung eine Chance liegt die man ergreifen muss indem man positive Incentives schafft.
00:42:52: Die Menschen dazu zu motivieren Veränderungen zu gehen.
00:42:57: im Moment haben wir vorwiegend immer ein System der Bestrafung für Dinge die nicht umgesetzt werden führen damit eher dazu, dass Menschen frühzeitig in Rente gehen als dass er bereits.
00:43:07: will ich die Entwicklungen mitgehen.
00:43:09: Also die Incentives glaube ich spielen eine ganz wesentliche Rolle und dann können wir... Aber
00:43:14: ist das die Kackkasse oder ja der Sozialsystem?
00:43:17: Der Sozialversicherungssystem?
00:43:19: Ich glaube schon, dass das ist ein Kostenträger Thema.
00:43:23: Dass eben halt die richtigen Anreize geschaffen werden und wir es möglich machen, dass wir noch so viele Menschen sind, die im Gesundheitswesen in Zukunft arbeiten.
00:43:34: Das meine größte Sorge.
00:43:35: ehrlicherweise gesagt haben jetzt ganz viele in Rente gehen.
00:43:39: ich hätte eigentlich alle gerne noch dabei.
00:43:42: Man muss denen gar nicht allen die Digitalisierung aufzwingen.
00:43:46: Aber ich hätte sie gerne im System, damit denen, die auch langfristig in dem System weiterarbeiten und Patienten versorgen, die Möglichkeit haben diese Entwicklungen zu tun.
00:43:55: Sehr
00:43:55: spannend an die Hersteller von Technologischen Lösung!
00:44:02: Interaktion.
00:44:03: Also Ansprache, bewusstes Einbeziehen das was man früher oft nicht gemacht hat dass Ärztinnen und Ärzte in der Entwicklung am besten von Beginn an mit einbezogen werden enger Abgleich stattfindet zwischen den Business Ideen und dem tatsächlichen praktischen Nutzen im Alltag.
00:44:23: weil ich glaube nur so kann man erfolgreich entwickeln Und dann auch gemeinschaftliche Lösungen suchen.
00:44:29: und wir sind im Bereich oder in der Zeit, wo wir ohne diese Interaktion zwischen Medizin und Industrie die ja früher immer als sehr problematisch eingestuft werden.
00:44:39: Ohne die können wir nicht!
00:44:40: Wir werden den Bereich Digitalisierung KI nicht ohne diese interaktion bewerkstelligen können.
00:44:46: Ja kann ich so.
00:44:47: Prozent unterschreiben.
00:44:48: Mir wurde dennoch vor kurzem gesagt, ah das ist mal mit den Ärzten so anstrengend.
00:44:52: ja die wollen immer nur das Alte behalten und ich glaube dass es zum pauschales Urteil man braucht gute Übersetzer zwischen den Praktikern und das wirklich in digitale Lösungen zu übersetzen.
00:45:04: und vermittler.
00:45:06: aber die Zusammenarbeit ist unfassbar richtig punkt kann ich immer noch wieder bestätigen.
00:45:11: und zuletzt das wo sie auch sehr Zuhause sind und sich gut auskennen in der Politik.
00:45:16: Politik sind auch Rahmenbedingungen, ist auch das Erkennen wo wir wirklich stehen und was machbar ist.
00:45:24: Und natürlich ist Politik viel viel komplexer als auch auf einen Fachbereich zu gucken.
00:45:30: Das ist glaube ich ein wichtiger Punkt.
00:45:32: und ob ich die perfekten Signale weiß... kann ich letztlich auch nicht sagen, aber die Politik muss den Menschen auf jeden Fall zuhören.
00:45:42: Die jetzt Medizin studieren, die jetzt in ihrer Facharzt aus und Weiterbildung sind und sich überlegen wie die Rahmenbedingungen so geschaffen werden können dass diese Menschen mehr häufiger nach dem Studium medizinische Versorgung machen wollen und eben halt auch wirklich da ihre Zukunft darin sehen und dann am Ende auch finden können.
00:46:05: Das war ein sehr schönes Schlusswort, würde ich sagen.
00:46:10: Vielen Dank, dass Sie hier waren!
00:46:12: Vielen Dank für Ihre Energie und Ihren Enthusiasmus und Ihrem Weitblick in so viele verschiedene Bereiche hinein und dass sie so intensiv mit ihrem Zentrum vorangehen.
00:46:26: Ich bin gespannt und ich bin mir sicher, dass sie in zwei Jahren ihre Ziele erreichen können.
00:46:30: Und dann sprechen wir spätestens wieder.
00:46:32: Ich freue mich dann mal wirklich auch so aus der Praxis zu hören was ist denn jetzt mit den Patienten?
00:46:37: Was ist da anders und wie erleben Sie das?
00:46:40: alles gute weiterhin auf Ihren Weg?
00:46:42: Vielen Dank!
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